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Karlich und Kinderlärm – Die Vorbereitung

Das Mail eines Redakteurs hielt ich erst für den täglichen Spam im Postfach. Es war allerdings eine Telefonnummer hinterlassen. Ich möge mich doch melden sofern ich Interesse an einer Teilnahme hätte. In der Barbara-Karlich-Show. Ich? Als Jungspund oder wie jetzt? Na egal.

Rückruf

Verkabeln

Er sei bei der Recherche über die ultimatemoms und damit auf mich gestoßen. Nach einigen Minuten des Telefonierens war’s für ihn klar: „Du host a Gosch’n. Du muaßt in die Sendung“. Wenn er das sagt …  Geld gibt es für solche Auftritte keines. Um sich nicht dem Vorwurf der Befangenheit auszusetzen. Verständlich. Also müsste Spaß an der Freud ausreichen. Tat es.

Das Thema war zu Beginn noch nicht ganz klar. Arbeitstitel: „Kinderlärm“. Könne sein, dass sich dieser noch verändert. Je nachdem, wie sich die Gespräche mit den Gästen ergeben. So eines stand mir auch noch bevor. Aus 1 Stunde wurden 2. Eine nette Angelegenheit.

Aufzeichnungstermin stand. Fragen zur Sendung hatte ich immer noch keine. Was dem Redakteur ein wenig spanisch vorkam. Dass ich nervös sein würde hatte er mir vorausgesagt. Ich? Nervös? Ha! Keine Spur. Dachte ich. Einige Tage davor stand das Fragengerüst fest. Telefonisch wurde geklärt, ob sich mein Standpunkt noch nicht verrückt hätte. Nein. Hatte er nicht! Da müsse schon eine Schabracke von Format aufkreuzen und mich ins Wanken zu bringen. Oh ja, ich war angespitzt!

Aufzeichnung

So locker wie ich dachte war ich nach Ankunft am Rosenhügel dann doch auch nicht mehr. Göttergattin leistete Beistand. Treffen mit den übrigen Teilnehmern. „Die Kinder von heute haben keinen Respekt!“, zischt mich eine Dame an. Ups! Da ist wohl jemand nervös. Die gegnerischen Diskutanten waren in Pro- und Contra geteilt. Auch räumlich. Um nicht schon vor der Sendung sein Pulver zu verschießen. Dass nicht diskutiert wurde, darüber wachte ein anwesender Redakteur.

Vorspiel

Maske. Verkabeln. Letztes Gespräch mit dem Redakteur. „Reden! Immer reden! Rausplatzen! Aufzeigen und ausreden lassen? Nein. Rausplatzen!“ Hui! Noch jemand nervös. So, ich jetzt auch. Noch dazu, wo ich mit einem falschen „Sager“ präsentiert werden soll. Etwas, das ich nie sagte. Mir schwant fürchterliches. Pumpe rackert auf Hochtouren. Der Redakteur verkennt die Lage vollkommen: „Schau mal an. Gar nicht nervös!“ Wovon redet der?

Im Aufenthaltsraum quakt mich jemand an: „Wissen’s, i hob nämlich wos mit de Hormone. Wissen’S, wegen de Hitzewallungen“. Verlegenes Hüsteln krächzt mir durch die Kehle.

„Woin’s den Keks ned zaumessen? Warum san’sn so gschamig?“ gackert sie in einem fort.  „Das ist nicht meiner“, kann ich grad noch entgegnen. „Na geh, jetzt tuan’s ned so. I deaf jo ned. Wissen’s eh, wegen meinen Hitze..“. AAAAh. Ich beschließe zu schweigen und gegen die Wand zu starren. Ich hör mein Herz nun im Trommelfell pochen.

Kurz vor Aufzeichnungsbeginn schaut Frau Karlich vorbei. Begrüßt und und warnt uns gleichzeitig: „Wisst’s eh. Bei dem Thema sind die meisten Studiogäste nicht auf eurer Seite. Macht euch auf Gegenwind gefasst!“. Na danke. Toll! Ach was! Ich werd euch schon was husten.

Los geht’s!

Noch 20 Minuten warten. Aufzeichnung läuft bereits. Dann holt mich auch schon der Redakteur. Ich warte vor der Tür zum Podium. Karlich kündigt mich tatsächlich mit dem falschen Sager an. Ich deute dem Redakteur: „Ich hab das SO nicht gesagt!“‚ Er erwidert: „Daunn sog ihr des und foa ihr drüber!“. Ich öffne die Tür. Gleissendes Licht empfängt mich …

 

Die Fortsetzung findest du hier.

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Gottfried


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1 Comments

marko

2011-09-13 09:02:19 Antworten

Köstlich… 😉 Bin auf die Fortsetzung gespannt!

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