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Es ist ein gefühltes Jahr her, dass ich das letzte Mal etwas für ultimatemoms.at geschrieben habe. Irgendwie ging es sich nie aus. Irgendwie war immer etwas anderes wichtiger. Viele tolle Artikelideen blieben auf der Strecke zwischen Familie und Freunden, Arbeit, Uni und dem egoistischen Anspruch auch etwas Zeit für mich zu haben.

Oft frage ich mich, wie sich das alles ausgehen soll – und das obwohl mein Tag, ganz abgesehen von nächtlichen „Baby-Einsätzen“, spätestens um 07.00 anfängt und meistens gegen 24.00 endet. Wie soll ich gleichzeitig ein guter Vater, Ehemann und Freund sein und gleichzeitig 100% im Job geben? Bleibt nicht zwangsläufig irgendetwas auf der Strecke?

Die Freiräume, die es nicht gibt

Man ließt oft von Menschen, die erfolgreich sind – was auch immer damit gemeint ist. Wenn man sie fragt, was ihr Erfolgsgeheimnis ist, antworten sie oft, dass sie sich für etwas entschieden und es dann auch durchgezogen haben – sie haben sich auf eine Sache konzentriert.

Nur: Ich will nicht nur eines sein. Weder nur Vater, nur Ehemann oder auch nur erfolgreich im Beruf. Ich will alles davon und zwar gleichzeitig.

Der ständige Reibebaum

Das Geschirr vom Frühstück ist am Abend noch immer nicht weggeräumt!? Schon ok, dafür konnte ich ein paar Minuten mehr mit meiner Tochter verbringen. Ich gehe schlechter vorbereitet zur Uni!? Das passt schon, weil ich stattdessen lieber mit meiner Frau zusammengesessen bin und endlich wieder Zeit hatte zu tratschen. Tag für Tag schiebe und verschiebe ich Dinge und Aufgaben von mir weg beziehungsweise her.  Das geht dann so weit, bis es eben nich mehr geht und ich in einem Gewaltakt alles abarbeite. (Neulich versuchte meine Herzdame unserer Kleinen zu erklären, dass Papa jetzt einen Rappel hat.)

Das nette an so einem Rappel ist seine reinigende Funktion und die Zeit, die er einem schenkt. Man erledigt in kürzester Zeit Dinge, die normalerweise doppelt so lange dauern. In einem sich immer wieder kehrend öffneneden Raum-Zeit-Kontinuum werden so die wahnwitzigsten Aufgaben erledigt. Bis zur nächsten gefühlten Ewigkeit.

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Marko

Gründervater bei ultimatemoms.at
Marko Zlousic ist der Gründer von ultimatemoms.at und nicht mehr ganz so frisch gebackener Vater der kleinen Klara. Er lebt und arbeitet in seiner zweiten Heimat Wien und versucht in seiner neuesten Rolle alles richtig zu machen…

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6 Comments

Ivy

2012-02-14 09:33:56 Antworten

Wir sollten uns vielleicht einfach damit abfinden, dass wir keine perfekten Ehemänner/Ehefrauen, keine perfekten Mütter/Väter sind und auch keine perfekten Arbeitsmenschen.

marko

2012-02-14 23:54:57 Antworten

Ach… was heißt schon perfekt… Ich finde ja, dass diese ständige Anpassung an neue Gegebenheiten sowieso spannender ist, als wenn alles in geregelten Bahnen abläuft. 😉

Sommerkind

2012-02-17 10:35:19 Antworten

Du sprichst mir aus der Seele :-)

sue

2012-02-17 13:29:57 Antworten

ich versteh die problematik sehr gut. und das was ich als erstes schleifen lasse, ist leider jedes mal mein blog. ich hab zwar noch kein kind, aber ich habe jetzt einfach gelernt alles besser zu organisieren. sogar meine freizeit. klingt zwar nicht so spontan, aber damit hat alles seine berechtigte zeit. das heißt auch an einem samstag hab ich meine todoliste. auf der steht dann auch mal drauf buch lesen, bloggen, yoga, backgammon spielen mit mann, playstation spielen etc. lässt sich natürlich nicht immer durchziehen. aber insgesamt gehts mir damit besser. bis halt der nächste durchhänger kommt zumindest. :))

boomerang

2012-02-17 14:04:17 Antworten

Auf der Strecke bleibt immer irgendwas. Und klar, perfekte/r Mutter/Vater/Frau/Mann/Arbeitsbiene/Wasauchimmer gibt
es eben nicht. Wer dem Bild hinterher hechelt, der macht was
falsch. Denn er kann’s ja nur falsch machen. 100% in allen Bereichen
zu erreichen ist ein Ding der Unmöglichkeit – und wer 100% im Job oder
Familie oder Freizeit erreichen will, lässt wohl andere Bereiche
sträflich schleifen.
Der Mittelweg ist hier wohl wie so oft der Beste. Den muss jeder
für sich selber finden. Und wenn’s mal einen Rappel braucht, dann braucht’s
den eben. Dann ist der Druck weg. Und man kann sich der nächsten Aufgabe
widmen.

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