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„MacLaren“-Kinderwagen im Test: Formel Eins Buggy?

MacLaren TriumphMittlerweile bin ich etwas „Test-geschädigt“. Vor allem was Dinge mit Rollen dran und Kindern drinnen angeht. Nichts desto trotz hat Ultimate-Marko festgestellt, dass wir ja auch einen von diesen MacLaren Buggys haben. Noch dazu in Feuerwehrrot oder sollte ich lieber sagen in Rennautorot?

Wie dem auch sei. Ich wurde ersucht, mein Wissen und meine Erfahrungen mit diesem Teil einer breiteren Öffentlichkeit zukommen zu lassen – was ich hiermit zähneknirschend „gerne“ tue. Damit eines klar ist, das war es dann! Ich schreib dann nix mehr zum Thema Buggy. Ich träum ja schon von den Dingern. Werde regelrecht mental überfahren von ihnen.

Der Preis-/Leistungscheck

Bei dem langzeitgetesteten Modell handelt es sich um den „MacLaren Triumph Buggy scarlet rot – Kollektion 2011“, Preisklasse über € 150,–. Um Diskussionen bei den Kommentaren vorwegzunehmen (siehe letzter Beitrag „Preis ganz groß, Service ganz klein – ein Frustspiel in vier Akten!„) Nein ich habe den Buggy nicht gekauft! Und ja, ich weiß, dass es auch schon „brauchbare Buggys“ um viel weniger Geld gibt.  Einmal davon abgesehen, dass unsere kleine Laus eh schon längst ohne Buggy unterwegs ist.

Zurück zum Thema: Das Aussehen entspricht dem eines zum Buggy gewordenen Formel Eins Autos. Passt. Mit der schicken Schlaufe am hinteren Ende lässt er sich „bequem“ zusammengeklappt tragen. Wobei ich da jetzt nicht mehrere Kilometer meine, sondern vom Auto in die Wohnung und retour. Der Stauraum ist von der Größe her im mittleren Bereich. Leider jedoch nur verhältnismäßig schwer zugänglich da die Netze bis zum Sitzbereich rundherum abschließen. Dafür fällt aber auch nichts so leicht raus. Das Fassungsvolumen entspricht einer kleinen Windelpackung und einer schmalen Aktentasche (Hochformat) hinten hineingesteckt. Beim Zuklappen muss der Stauraum natürlich leer sein.

Die Vor- und Nachteile

Die Verarbeitung des Buggys (Griffe, Reifen, Gestell, Liegefläche, Gurte etc.) ist qualitativ hochwertig und sehr robust. Der natürliche Feind der Räder sind neben dem normalen Schotter auch das Kopfsteinpflaster. Bei etwas schnellerer Fahrt kann eine Gehirnerschütterung der zu transportierenden Person nicht ausgeschlossen werden. Wendig – aber nur mit beiden Händen. Geplagte Eltern wissen wie oft man von denen drei oder vier brauchen könnte.

Selbst bei kleinen Erhebungen (ab 2 cm) muss der Buggy gekippt anfahren. Sonst kann es passieren, dass der Wagen stehen bleibt und sich das Kind in der Luft weiterbewegt – was uns zu den Gurten führt. Die sind echt toll. Wie bei einem Rennauto trifft sich alles in der Mitte, im Schoß des Kindes. Selbst wenn der Passagier etwas, sagen wir einmal, launisch ist kann da nix passieren und das Kind sich vor allem nicht verletzen.

Die Bremsen sind ein großes Manko bei diesem Gerät. Sie sind nur schwer erreichbar, wenn man nicht versetzt und leicht gebückt zum Buggy steht. Vom direkten Stand dahinter ist die kleine, schlecht ertastbare Fußraste nicht zu sehen. Wenn dann vielleicht auch noch eine dieser illegalen Taschen über den Griffen hängt ist es ganz aus, mit dem Finden der Bremse. Außerdem klemmt sie auch verhältnismäßig oft.

Am besten man hängt hier keine Taschen auf den Buggy. Er ist wirklich genau auf sein Eigengewicht ausgelegt. Bei illegaler Zuladung (Sackerl über dem Griff usw.) kippt er daher schnell um wenn der Passagier aussteigt. Zum Beispiel bei dem Wechsel vom Buggy auf den Autobussitz.

Das Resümee

Der Megavorteil: Klein, handlich und schick. Der Meganachteil: Wer bremst verliert. Die Bremsen sind leider echt eine Fehlkonstruktion. Fazit, die sollten lieber weiter an den Formel-Eins-Autos bauen und Buggys künftig nur für Designstudien entwerfen.

PS.: Der City Mini in schwarz von der zitierten Geschichte wäre auf Anfrage übrigens  abzugeben.

Weitere Kinderwagen im Test:

Bugaboo Kinderwagen im Test (Thomas Mohr)

Danke an www.kinderwagen.com, die die Links und das MacLaren-Foto zu diesem Beitrag kostenlos zur Verfügung stellten. ©Fotos: Viele Arme http://www.flickr.com/photos/andik/214581769 – MacLaren by www.kinderwagen.com

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Ralf

Der Meditations-Dad
Ralf ruht in seiner (spirituellen) Mitte - jedenfalls mehr als alle anderen Moms und jedenfalls nur so lange, bis er auf den nächsten Wahnsinn drauf kommt, den die Gesellschaft unseren Kids antut. Dann ist es nämlich vorbei mit dem inneren und äußeren Frieden.

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