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Weg! Nicht die Mama!

Es kennt doch sicher jeder den armen Baumschubser Earl Sinclair von der Fernsehserie „Die Dinos“. Und wie oft habe ich nicht auch gelacht wenn Baby Bruce Sinclair mit der Bratpfanne in der Hand dem lieben Vater Earl eines drübergezogen hat und dabei laut „nicht die Mama“ gerufen hat.

Das ist natürlich Fiktion und hat nichts mit der Realität des täglichen Daseins eines Vaters zu tun aber auch wirklich gar nichts. – Dachte ich. Bis mich meine liebe Viertelitalienerin „Laura“ eines besseren belehrte.

Der Vater-Ablauf:

Vom Kindergarten zur Oma, von der Oma abgeholt nach Hause, ein paar Runden durch die Wohnung gelaufen mit den Katzen gespielt, Zähneputzen, Gutenachtdiskussion, Bettgehen ist ja eine Strafe! – Wie sehr sehne ich mich an manchen Abenden mit „zu Bettgehen“ bestraft zu werden. *g* Passiert jedoch nie. – Mit dem richtigen (Schn)Luller und der richtigen (W)indel geht’s dann Frisch gewickelt ab ins Bett. Dort wird dann noch einmal nach Mama gefragt und nach einer befriedigenden Antwort (Mama ist noch in der Arbeit, etc.) der Gutenachtgeschichte gelauscht und das Abendfläschen verzehrt. Punkt. Das war’s. Danach Licht aus, Kuss und tschüss.

Ach ja, man beachte die Tatsache, dass die liebe Mama nicht anwesend war.

Der Mutter-Ablauf:

Vom Kindergarten zur Oma, von der Oma abgeholt mit viel zusätzlichem Zeugs, was Oma für uns gekauft hat und von dem wir bekanntlich nie genug haben können, beladen nach Hause. Ein paar Runden durch die Wohnung gelaufen (auf Mamas Arm sitzend). Mit den Katzen gespielt, Zähneputzen wird meist vergessen = „Magg igee nichtee“, Gutenachtdiskussion, Gaugau-Milch-Kalt-Warm-Diskussion. Achtung wenn eine der vier vorangeführten Punkte falsch sind endet es in einem, „Ich werde von meinen Eltern misshandelt bitte helft mir“, Geschrei. Danach gibt’s die coole Windelmotivdiskussion. Versucht einmal aus einem, mittlerweile riesen, Haufen Pamperswindeln eine mit Katze vorne drauf zu finden. Dann endlich im Bett angekommen fällt uns ein wen aller wir noch nicht Gutenacht gesagt haben also allen Katzen und so. – Ich bin nur froh, dass klein Laura nicht allen Fischen einzeln Gutenacht sagen möchte. Das würde bei über Hundert echt den zeitlichen Rahmen sprengen. Danach gibt’s etliche Gutenachtgeschichten inklusive einmal den ganzen Tierkatalog von Schleich mit allen Tiernamen. Dann irgendwann, zwischen einer viertel- und einer dreiviertel Stunde, darf Mama das Zimmer verlassen und hoffen das es nicht bemerkt wurde. Sonst wird das nämlich gleich wieder mit dem oben angeführten Geschrei honoriert und die Zeit, des bei Ihr bleiben müssen, Strafweise verlängert. Ja, ja, Kinder wissen schon wie sie Ihre Eltern erziehen müssen.

Jetzt jedoch wieder zurück zum Anfang der Story. Der Vergleich zum arme Dino Earl Sinclair welcher immer mit der Bratpfanne eine auf die Schnauze bekommt. Wenn nämlich die Mama anwesend ist und der Papa die Zubettgehprozedur machen will, sieht die Sache gleich ganz anders aus:

Spätestens bei der Zubereitung des Abendfläschchens wird die Wahl (mit oder ohne Kakao, warm oder kalt) kritisiert und ein lautes „nicht die Mama“ schallt aus ihrem Munde. Will Mann sie dann trösten, hilft nur noch Frau. Spätestens beim dritten „Weg! Nicht die Mama“ resigniert Mann und ist nur froh, dass der kleine Zwerg noch nicht die Kraft hat eine Bratpfanne zu halten.

Übrigens; wenn Mama klein Laura ganz schnell ins Bett bekommen will hat sie einen einfachen Trick. Bei allen Dingen die Laura nicht machen möchte oder sich wehrt sagt Mama einfach ganz ruhig „Soll Papa das machen? Das bricht dann jeden Wiederstand.

Klingt ja schon fast wie bei guter Bulle böser Bulle.

Resümee: Wenn Mama und Papa am Abend zu Hause sind und es darum geht wer die kleine ins Bett bringen soll hört man von mir nur eins: „Weg! Nicht die Mama!“ *g*

Fotocredits: RebelCallejeros; gefunden auf http://www.flickr.com/photos/rebelcallejeros/4201968626/ unter CC-Lizenz

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Ralf

Der Meditations-Dad
Ralf ruht in seiner (spirituellen) Mitte - jedenfalls mehr als alle anderen Moms und jedenfalls nur so lange, bis er auf den nächsten Wahnsinn drauf kommt, den die Gesellschaft unseren Kids antut. Dann ist es nämlich vorbei mit dem inneren und äußeren Frieden.

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